Menschlichkeit und Empathie scheinen im weltweiten Spiel um die Macht, das Europa und unser Land bedroht, bewusst verdrängt zu werden. Es wird mit populistischen Maßnahmen gearbeitet, die die Gesellschaft ohne jede Rücksicht auf Würde und Respekt spalten sollen. Diese Tatsache wird laufend und in aller Konsequenz durch fragwürdige, teils menschenverachtende Ideen und strategisch formulierte, provokante Wortmeldungen untermauert.
 
Auch die Ereignisse im Mai 2019 in Österreich haben klar aufgezeigt, mit welchen Methoden von denjenigen, die Recht und Ordnung predigen und angeblich auf die eigenen Leute schauen mitunter zumindest in Gedanken gearbeitet wird. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 
Der Begriff „Heimat“ wird missbraucht, Begriffe wie „Flüchtling“ werden durch kriminalisierende Attribute ergänzt. Auf der anderen Seite wird von Problemen wie Kinderarmut, Pflege und deren Finanzierung, Klimaschutz und anderen thematischen Schwergewichten gekonnt abgelenkt, indem Ängste geschürt und Sündenböcke präsentiert werden.
 
Derartigen Kräften mit Wut und Aggression zu begegnen, wäre ein Kampf mit deren eigenen, unappetitlichen Waffen. Von Künstlern darf man aber verlangen, dass sie Herzensbildung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen und diesem Anspruch möchten wir mit dieser Veranstaltung und weiteren Aktivitäten gerecht werden.
 
HUMANITY TRAIN ist ein klares Bekenntnis zur Menschlichkeit und Empathie im Schulterschluss aller mitwirkenden Künstlerinnen & Künstler und Organisatoren. Die gewählten Mittel im Widerstand gegen Ausgrenzung und Diskreditierung heißen Herz, Verstand und Wertschätzung.
 
Die Aufgaben und Probleme können weder alleine noch gegeneinander gelöst werden, sondern nur gemeinsam. Hier hat sich eine Gesinnungsgemeinschaft zusammengefunden, die mit positiver Einstellung und Energie an einem Strang zieht, die Würde des Anderen klar vor Augen hat und im Umgang mit dem Gegenüber „Respekt“ groß schreibt. Ob die Gesellschaft damit umgehend und zur Gänze überzeugt werden kann sei dahingestellt. Der Gedanke von HUMANITY TRAIN kann sich jedoch verbreiten, so manchen Geist beflügeln und Überzeugungsarbeit für ein würdevolles Miteinander leisten – im eigenen Umfeld und über die Grenzen hinaus.
 
HUMANITY TRAIN soll als Plattform für die Zukunft auf Schiene gebracht werden und positiv denkende Dauerfahrgäste, die Menschlichkeit und Einigkeit in unserer Gesellschaft als Ziel haben, mit Herz und Verstand auf ihrer Reise begleiten.
 
Das Vorhaben ist ein großes, und es wird uns gelingen!
 
Die Einnahmen der Veranstaltung werden nach Abzug der Kosten und Spesenersatz für die auftretenden Künstlerinnen und Künstler auf Organisationen, die sich mit der Arbeit für Flüchtlinge, Pflege, Kinderarmut und andere Anliegen auseinandersetzen, aufgeteilt.
 
 
Christian Becker / Initiator
 
im Namen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler und Organisatoren